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Ein Projekt der
Stiftung Garnisonkirche

Online-Ausstellung

Die Online-Ausstellung präsentiert in vier Themenbereichen die wechselvolle Geschichte der Garnisonkirche Potsdam vom Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 bis zu ihrer Sprengung 1968. Aussagekräftige Exponate vermitteln in einem virtuellen Rundgang wichtige Informationen über die Kirchenruine und deren Instandsetzung, über das Gemeindeleben der Heilig-Kreuz-Gemeinde im sozialistischen Umfeld, über die wesentlichen Konfliktlinien in der Frage nach der Zukunft des schwer beschädigten Kirchengebäudes bis hin zur Vorbereitung und Durchführung der Sprengung. Die Geschichte der 1949 offiziell in Heilig-Kreuz-Kirche umbenannten Garnisonkirche ist im Detail einmalig. Zugleich steht ihre Zerstörung durch das    SED-Regime exemplarisch für viele andere Kirchengebäude in der DDR.

Alle Exponate der Online-Ausstellung sind auch im Wissensspeicher zu finden.

 

 

Bild Glocke Nr. 26

1. Kirchenruine

Bomben und Brände hatten in der „Nacht von Potsdam“ die Garnisonkirche schwer beschädigt. Das berühmte Glockenspiel stürzte mit dem brennenden Turm zu Boden. Einige Potsdamer sammelten aus den Trümmern Glocken und Glockenteile. Wie auch der markante Turmstumpf wurden sie zu Zeugen einer vergangenen Schönheit. 

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Bild Kelch

2. Gemeindeleben

Wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte christliches Leben in die zerstörte Kirche zurück. Im Stumpf des Kirchturmes wurde die Heilig-Kreuz-Kapelle gebaut. Mit dem neuen Namen Heilig-Kreuz-Gemeinde sollte gezielt auf das Kreuz als „Versöhnungszeichen für alle Völker“ gewiesen werden. Die Kapelle war Ort regelmäßiger Andachten und Gottesdienste, Taufen und Trauungen.

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Bild Kreuz

3. Konfliktlinien

Das „Kreuz auf der Weltkugel“ war das Bekenntnissymbol der Jungen Gemeinde. Die SED bestrafte das Tragen des Symbols als Anstecker und kriminalisierte die Junge Gemeinde als illegale Organisation. Die religionsfeindliche Politik der SED-Diktatur wirkte sich auch auf das kirchliche Leben der Heilig-Kreuz-Gemeinde aus.

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Bild Sprenghülsen

4. Sprengung

Im Mai und Juni 1968 wurde die Heilig-Kreuz-Kirche durch mehrere Sprengungen zerstört. Museumsmitarbeiter bargen aus dem Schutt sammelwürdige Überreste wie diese Signalpatronen. Sie dienten der Warnung vor der Explosion. Zuvor hatten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger jahrelang vergeblich versucht, den Abriss zu verhindern.

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