Zuarbeit für die SED-Bezirksleitung betreffs Garnisonkirche

Die Aktivitäten um den Wiederaufbau der Kirche führten im Sommer 1966 zu Kompetenz-Streitigkeiten zwischen dem Institut für Denkmalpflege auf der einen und den lokalen SED-Vertretern auf der anderen Seite. Innerhalb der SED-Bezirksleitung betrachtete man die Sicherungsarbeiten mit Argwohn und vermutete, dass „einige Personen der Denkmalpflege sehr daran interessiert sind, die Gelegenheit zur Konservierung der Ruine und ihren späteren Ausbau zu nutzen.“ Die Notiz über die am 12. August tagende Parteigruppensitzung der SED des Rates der Stadt Potsdam hielt fest: „Zum Abriss der Ruine der Garnisonkirche herrschte […] Klarheit.“ Somit war Anfang August die Beseitigung der Ruine beschlossen worden, auch wenn dies nicht öffentlich gemacht wurde.

Zuarbeit für die SED-Bezirksleitung (12.09.1966)
Brandenburgisches Landeshauptarchiv | Rep. 530/3023

12.09.1966