Telegramm an die Regierung der DDR

In diesem Telegramm, welches die Kirchenvertreter an den Rat des Bezirks Potsdam, den Staatssekretär für Kirchenfragen, den Ministerpräsidenten und den Staatsrat adressierten, äußerten sie ihre Sorge, dass die „Heilig-Kreuz-Kirche in Potsdam abgerissen werden soll.“ Mit Verweis auf die vor Ort artikulierte Nichtzuständigkeit baten Sie um Vermittlung in diesem Konflikt sowie um eine verbindliche und amtliche Aussage über die staatlichen Vorhaben bezüglich der Kirche. Diese und weitere Bitten der Kirchenvertreter um eine offizielle Begründung der getroffenen Maßnahmen blieben ohne die erwünschte klare Antwort. In der Folge begannen die staatlichen Stellen eine Zermürbungstaktik mit dem Ziel, die Kirchengemeinde zur Aufgabe der Heilig-Kreuz-Kirche als Gottesdienstort zu drängen. Es folgte ein zwei Jahre dauernder Kampf gegen den Abriss der Kirche.

Telegramm an die Regierung der DDR (20.10.1966)
Landeskirchliches Archiv Berlin | 35/17742

20.10.1966