Friedrich Bestehorn: Der „Tag von Potsdam“ und seine Vorgeschichte. Das Werden des 21. März 1933.

Zwei Tage nach seiner Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 hatte Adolf Hitler den erst im November 1932 gewählten Reichstag auflösen und Neuwahlen für den 5. März 1933 ansetzen lassen. Er rechnete für die NSDAP mit einer absoluten Mehrheit, insbesondere unter dem Eindruck des den Kommunisten zugeschriebenen Reichstagsbrandes am 27. Februar. Am Tag nach dem Brand beauftragte er die Ministerialbürokratie mit der Suche nach einem würdigen Ort für die Konstituierung des neu zu wählenden Reichstags, die wie schon 1848 und 1919 als Zeichen des Neuanfangs außerhalb von Berlin stattfinden sollte. Das Potsdamer Stadtschloss oder das Neue Palais kamen in Frage, waren aber zu klein. Drei Tage vor der Reichstagswahl folgte schließlich das Reichskabinett unter Führung Hitlers dem Vorschlag des Potsdamer Obermagistratrates Friedrich Bestehorn und beschloss, die Eröffnung in der Garnisonkirche abzuhalten. In diesem Bericht, der zunächst in der Potsdamer Tageszeitung erschien, schilderte er die Entscheidungsfindung und das weitere Geschehen.

Friedrich Bestehorn: Der „Tag von Potsdam“ und seine Vorgeschichte. Das Werden des 21. März 1933. (1936)
aus: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Potsdams 12, N.F.7, 1937, Heft 4, Nr. 353.

1936