Plan für die Feiern in Potsdam aus Anlass der Eröffnung des Reichstags am 21. März 1933

In enger Abstimmung mit dem Reichskanzleramt, dem Evangelischen Oberkirchenrat und der Zivilgemeinde präzisierte das Innenministerium den Ablauf für den Staatsakt, dessen Programm in diesem offiziellen Dokument verteilt wurde. Die Feierlichkeiten fanden in drei Potsdamer Kirchen statt: Die katholischen Abgeordneten nahmen an einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche (heute: Peter-und-Paul-Kirche) teil und die evangelischen Abgeordneten an einem Gottesdienst in der St. Nikolaikirche. Adolf Hitler blieb den Gottesdiensten bewusst fern und kam erst nach Potsdam, als sich die Abgeordneten zur Garnisonkirche begaben. Der dort stattfindende Staatsakt knüpfte an die Tradition an, als der erste Reichstag des neu gegründeten Deutschen Kaiserreichs am 21. März 1871 im Weißen Saal des Berliner Stadtschlosses von Kaiser Wilhelm I. eröffnet wurde.

Plan für die Feiern in Potsdam aus Anlass der Eröffnung des Reichstags am 21. März 1933 (18.03.1933)
Domstiftsarchiv Brandenburg | PoG 84/329

18.03.1933