Wahlwerbung der Glaubensbewegung „Deutsche Christen“ für die Kirchenwahl am 23. Juli 1933 in Potsdam

Die im Sommer 1932 gegründete innerevangelische Kirchenpartei „Deutsche Christen“ strebte die Gleichschaltung der evangelischen Landeskirchen in einer einheitlichen Reichskirche und die Durchsetzung des „Führerprinzips“ an. Als „SA Jesu Christi“ kämpften sie für die „Germanisierung des Christentums“. Zu ihren Gründern und Wortführern gehörten unter anderem der Berliner Pfarrer Joachim Hossenfelder und der Oberkonsistorialrat und Pfarrer Dr. Martin Thom, der den Slogan „Christuskreuz und Hakenkreuz“ prägte. Beide sollten später in Potsdam aktiv werden: Hossenfelder war von 1939 bis 1945 Pfarrer an der Friedenskirche, Thom von 1934 bis 1945 Superintendent des Kirchenkreises Potsdam. Beide waren auch Mitglied der NSDAP.

Wahlwerbung der Glaubensbewegung „Deutscher Christen“ für die Kirchenwahl am 23. Juli 1933 in Potsdam (22.07.1933)
Potsdamer Tageszeitung, 22. Juli 1933

22.07.1933