Aufrufe zur Kirchenwahl

Auslöser der Kirchenwahlen im Juli 1933 war der Streit um die Personalie des neuen Reichsbischofs gewesen. Um Klarheit über die politischen Kräfteverhältnisse innerhalb der evangelischen Kirche zu bringen, ordnete der NS-Staat im Zuge der Gründung der Deutschen Evangelischen Kirche zugleich Kirchenwahlen für 23. Juli 1933 in allen 28 Landeskirchen an. Den Kirchenparteien blieben nur neun Tage Zeit, für ihre Positionen öffentlich zu werden. Die von der NSDAP geförderte Organisation „Deutsche Christen“ trat unter anderem mit dem Motto an: „Baut die neue Kirche Christi im neuen Staat Adolf Hitlers“. Die Liste „Evangelium und Kirchen“ positionierte sich als Alternative mit dem Slogan „Kirche muss Kirche bleiben“. In der Potsdamer Tageszeitung warben beide unmittelbar nebeneinander um Stimmen.

Aufrufe zur Kirchenwahl (18.07.1933)
Potsdamer Tageszeitung, 18. Juli 1933, aus: Domstiftsarchiv Brandenburg | Po-E-I 71/329

18.07.1933