Rundschreiben von Wehrkreispfarrer Hans Radtke

Die Versuche der NS-Führung, mit dem 1935 gegründeten staatlichen Kirchenministerium eine einheitliche Reichskirche durchzusetzen, ging der NS-Staat im Zuge seiner Kriegsvorbereitungen ab 1937 verschärft gegen die „Bekennende Kirche“ vor. In Namen des Evangelischen Feldbischofs bestärkte dieses Rundschreiben die Haltung der Standortpfarrer der Garnisonkirche im Kirchenkampf. Es verbot die Versendung von Schriften des Kirchenstreites und ergänzt: „Die Fernhaltung vom kirchenpolitischen Kampf  wird nachdrücklich von mir gefordert.“ Der Einfluss der NS-nahen „Deutschen Christen“ blieb in den 1930er Jahren in der Garnisonkirche sehr begrenzt. Sie war aber auch kein Zentrum der „Bekennenden Kirche“.

Rundschreiben von Wehrkreispfarrer Hans Radtke (25.05.1937)
Domstiftsarchiv Brandenburg | Po-G 64/300

25.05.1937