Brief von Albert Prölss, Friedrich von Falkenhausen und Paul Richter (Pfingstgemeinde) an den Evangelischen Oberkirchenrat

In Potsdam gab es 1933 nur einen deutsch-christlichen Pfarrer, sieben Jahre später allerdings nur noch einen Bekenntnispfarrer. Die „Deutschen Christen“ verweigerten zunehmend Kirchen und Kanzeln für die Bekennenden Gemeinden. Der Kanzel- und Raumboykott spitzte sich mit Kriegsbeginn weiter zu, wie die drei  Bruderratsmitglieder in diesem Schreiben an den Oberkirchenrat klagten. Interessant ist, dass die Zivilgemeinde der Garnisonkirche in diesem und auch in ähnlichen Schreiben keine Erwähnung findet, vielleicht ein Indiz für deren offiziell eher neutrale Haltung im Kirchenkampf. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs ist aber häufiger zu lesen, dass nur noch die Garnisonkirche mit Pfarrer Damrath für die Bekenntnischristen gelegentlich als Versammlungsort zur Verfügung stand.

Brief von Albert Prölss, Friedrich von Falkenhausen und Paul Richter (Pfingstgemeinde) an den Evangelischen Oberkirchenrat (16.01.1940)
EZA Berlin | 7/12687

16.01.1940